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Gravierende Probleme mit dem Rasen

Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen hat gestern bereits sein drittes Heimspiel im Südwest-Stadion bestritten.

Grund: Der Rasenplatz auf der Bezirkssportanlage Rheingönheim ist beschädigt. Die Stadt hat ihn vorerst gesperrt. Das Bodengutachten einer Fachfirma steht aus. Wie lange das Spielfeld nicht benutzen werden kann, ist völlig offen.

Unmittelbar vor dem ersten Heimspiel der Oberligamannschaft gegen Betzdorf hatte die Stadt als Eigentümerin der Anlage die Austragung der Partie in Rheingönheim untersagt. Sie hat eine etwa fünf mal zehn Meter große Fläche abgesperrt, weil sich dort Wasser gesammelt hat, das schlecht abfließt. Es ist wohl der tiefste Punkt des Sportplatzes. Wegen der ständigen Feuchtigkeit in diesem Bereich könne man eine Austragung von Fußballspielen nicht zulassen, erklärt Thomas Gerling, Bereichsleiter Sport bei der Stadt. Möglicherweise liegt das an der sogenannten Lettenschicht, eine von mehreren Bodenschichten unter dem Platz, die wasserundurchlässig sei.„Der Platz ist nach über drei Jahrzehnten abgespielt. Das haben uns Sachverständige bestätigt“, sagt Arminia-Vorsitzender Alfred Schaar. „Eigentlich wäre nach 20 Jahren eine Grundsanierung angebracht“, ergänzt sein Frau Gisela, Geschäftsführerin des FCA. Die gravierenden Probleme hätten sich bereits Ende der vergangenen Runde abgezeichnet. Nach der Serie 2013/14 wurde der Rasen – wie jedes Jahr – gesperrt, um ihn bis zur neuen Spielzeit herzurichten. Er wird unter anderem vertikutiert, gedüngt und gesandet.

„Der Platz hat nicht die Drainage, die man heute für Rasenplätze verwendet. Dazu haben die außergewöhnlich starken Regenfälle im Juli das Problem verstärkt“, erklärt Gerling. Wetteraufzeichnungen hätten belegt, dass es in diesem Monat derart heftig geregnet habe, wie seit 20 Jahren nicht mehr, fährt Gerling fort. „Eine Fachfirma hat Bohrungen vorgenommen und die Löcher mit Splitt verfüllt. Das hat zu einer kurzfristigen Besserung geführt, weshalb wir den Platz zunächst freigegeben haben“, verdeutlicht der Bereichsleiter. Nach weiteren Regenfällen habe sich das Wasser aber wieder aufgestaut, weshalb die Stadt zwei Tage vor dem ersten Anpfiff den Platz bis auf weiteres für Spiele gesperrt hat. „Es ist eine grundsätzliche analytische Betrachtung notwendig. Wir haben bei einer Fachfirma eine Expertise in Auftrag gegeben, doch die liegt uns noch nicht vor“, erläutert Gerling. Erst danach könne entschieden werden, in welchem Umfang die Stadt tätig werden könne. Das Ergebnis der Untersuchung werde täglich erwartet. „Man muss das Richtige tun und nicht in Aktionismus verfallen“, betont Gerling.

Die Sperrung hat die Verantwortlichen des FC Arminia in Aufregung versetzt. „Wir wollen ja auch unserer sozialen Verpflichtung nachkommen und unseren vielen Jugendlichen passable Trainings- und Spielmöglichkeiten anbieten. Das ist im Moment nur eingeschränkt möglich“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Hans-Jürgen Winter. Die Arminia hat derzeit neben einer Ersten und Zweiten Mannschaft sowie drei Alte-Herren-Teams zwölf Jugendmannschaften am Start. Selbst wenn die Kinder und Jugendlichen derzeit auf dem für Trainingszwecke freigegebenen Teil des Rasens üben können – Punktspiele, die im September beginnen, sind dort nicht möglich.

„Wir sind in engem Kontakt mit dem Verein und suchen nach Ersatzmöglichkeiten“, versichert Gerling. Für das Oberligateam wurde eine Lösung gefunden. Es trainiert und spielt bis auf weiteres im Südwest-Stadion – kostenlos. An Spekulationen, ob ein Teil der Jugend auf die Bezirkssportanlage Mundenheim ausweichen könne, wollte sich der Bereichsleiter nicht beteiligen.

Bei einer Begutachtung des Platzes vor wenigen Tagen, an der die Ortsbeiräte Thomas Kramb (CDU) und Peter Niedhammer (SPD) teilnahmen, versicherten die beiden Kommunalpolitiker, man wolle unter Einbindung der Fraktionsspitzen versuchen, das Problem möglichst rasch zu lösen. Ob dies zeitnah gelingt, ist jedoch fraglich.

Bleibt der Hartplatz, der allerdings auch seine Tücken hat. So präsentierten die Verantwortlichen bei der Ortsbegehung zahlreiche größere Steine, die von dort stammten. „Die Verletzungsgefahr ist groß“, hat Schaar erkannt. Laut Gerling seien durch die Regenfälle die Randbereiche ausgewaschen worden, weil dieses Spielfeld eine pultdachförmige Wölbung habe, damit das Wasser abfließen könne. Der Platz sei aber grundsätzlich bespielbar.

Quelle: Die Rheinpfalz, 23. August 2014

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