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„Es gibt keinen Stinkstiefel im Team“

Interview: Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen steht das Wasser bis zum Hals. Der FCA hat nur noch in vier Partien die Möglichkeit, den Abstieg abzuwenden. Kapitän Pietro Berrafato (29) spricht über die Chancen, das angeblich schlechte Klima in der Mannschaft und den Trainer.

Herr Berrafato, haben Sie eine Erklärung für die 0:2-Niederlage gegen eine schwache SpVgg Burgbrohl?Es war wie so oft. Wir lassen viele gute Chancen aus und der Gegner macht mit seiner ersten Möglichkeit das Führungstor. Das hat uns etwas aus der Bahn geworfen. Nach der Pause hat Tim Amberger zwar frischen Wind gebracht, aber die große Aufbruchsstimmung hat gefehlt. Vielleicht hätten wir mehr riskieren müssen, unser Druck war nie übermächtig. Und wir müssen cleverer sein, zum Beispiel bei den Platzverweisen.

Warum setzt die Mannschaft ihre spielerischen Qualitäten nicht um?Teilweise machen wir das schon. Das hat man bei den Punktgewinnen gegen die Topteams Hauenstein und Koblenz gesehen, als wir jeweils 2:2 gespielt haben. Schwer tun wir uns gegen kompakte, defensive Mannschaften wie Burgbrohl, die in erster Linie das Spiel des Gegners zerstören wollen. Da fehlen uns manchmal das Selbstvertrauen, die Ideen und die Struktur im Spiel.

Die Mannschaft macht keinen geschlossenen Eindruck. Stimmt es denn innerhalb des Teams noch?Schwierige Frage. Prinzipiell verstehen wir uns, es gibt keinen Stinkstiefel in der Mannschaft. Es sind aber unterschiedliche Charaktere und Mentalitäten, einige Spieler sind noch nicht lange da, der Konkurrenzkampf ist größer geworden und der Erfolg ist ausgeblieben. Das alles belastet das Klima. In erfolgreicheren Zeiten haben wir früher – bildlich gesprochen – auch mal das Clubhaus auseinandergenommen. Um die Frage aber konkret zu beantworten: Der Eindruck täuscht, uns gelingt es allerdings nicht, den Spaß aus dem Training ins Spiel zu transportieren.
Das Publikum hat den Trainer angezählt, wie steht die Mannschaft dazu?Die Mannschaft steht voll und ganz hinter dem Coach. Frank Hettrich macht ein gutes, abwechslungsreiches Training, spricht viel mit uns. Das Problem ist, wir brauchen noch etwas Zeit, die wir aber nicht haben. Was dem Verein jetzt hilft, ist Geschlossenheit. Alle müssen zwingend an einem Strang ziehen.

Was macht Ihnen Hoffnung?Das Restprogramm (auswärts in Gonsenheim und Pirmasens, daheim gegen Mehring und Pfeddersheim, Anm. der Red.) ist machbar. Aber es ist Abstiegskampf. Entscheidend wird sein, wie wir mit der Situation, die kaum einer von uns kennt, klarkommen. Wir brauchen einen kühlen Kopf und dürfen uns nicht unter Druck setzen, das hemmt. Keiner will absteigen und das werden wir auch nicht. Jetzt kommen vier Finalspiele.

Das erste ist am Freitag in Gonsenheim. Was muss sich dort ändern?Die einfachste Lösung ist, in Führung zu gehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir befreit aufspielen, wenn uns das 1:0 gelingt. Dann fällt der Druck ab. Ich baue auch darauf, dass wir in der Vergangenheit in Gonsenheim immer gut ausgesehen haben.

Interview: Thomas Leimert

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