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FC Arminia holt 0:2 Rückstand auf

Oberligist Arminia Ludwigshafen hat Moral bewiesen und gestern Abend gegen Primus Koblenz einen Punkt geholt. Das 2:2 war ein gefühlter Sieg.

Der Mann des gestrigen Abends war zweifellos Nico Pantano. Nicht nur wegen seiner beiden Tore, sondern auch, weil der 23 Jahre alte Offensivallrounder immer wieder den Ball forderte, ihn behauptetet, stets anspielbar war und die meisten Impulse setzte. Der spielerisch starke Mann mit der Rückennummer 7 war von der Koblenzer Abwehr nie in den Griff zu bekommen.Dabei begann Pantano auf der für ihn ungewohnten Position des Mittelstürmers. „Nico ist ballsicher, beweglich, und er kann die Bälle vorne festmachen“, erklärte Trainer Frank Hettrich seinen Schachzug. Eine gute Idee, angesichts zweier großer und körperlich starker Innenverteidiger auf Koblenzer Seite. „Ich sollte die beiden anlaufen, die Bälle halten und ablegen“, nannte Pantano seine Aufgaben. Das machte er prima, auch wenn ihm anfangs noch etwas die Unterstützung fehlte, weshalb er sich öfter mal ins Mittelfeld fallen ließ.

Als es zur Pause 0:2 stand, baute Hettrich sein Team mit der Hereinnahme von Sebastian Luber und Tim Amberger für Marc Barisic und den verletzten Pietro Berrafato um. Steffen Burkhard, Daniel Eppel, Selim Avci und eben Pantano bekamen neue Positionen. Nico Pantano übernahm seine angestammte Rolle im zentralen offensiven Mittelfeld. „In dieser zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass wir auch mit den Spitzenteams mithalten können, wenn wir mit hoher Laufbereitschaft und viel Leidenschaft spielen“, erklärte der Techniker. Pantano tauchte überall auf, erkämpfte und verteilte Bälle und war der beste Mann auf dem Platz.

Beim Anschlusstor hatte er nach dem gewonnenen Kopfballduell von Tim Amberger darauf spekuliert, dass die Kugel zu ihm kommt und sie irgendwie ins Netz bugsiert. „Ich wollte den Ball am Torwart vorbeispitzeln, bin mit ihm zusammengeprallt und dann noch einmal mit der Spitze drangekommen“, schilderte Pantano die Szene. Beim 2:2 ließ er nach dem Zuspiel von Manuel Maier den Ball noch einmal aufspringen und vollstreckte mit dem schwächeren linken Fuß. „Da habe ich nicht lange überlegt und den Ball satt getroffen“, sagte Pantano. Dass er beim Jubeln vor Freude das Trikot auszog und dafür die Gelbe Karte sah, nahm er in Kauf.

„Nico hat sehr gut gespielt. Er lebt für den Fußball“, hat Hettrich festgestellt. Als der Coach am Dienstag den nächsten Gegner BW Karbach in Pfeddersheim beobachtete, traf er zufällig Pantano, der die gleiche Idee hatte.

Ein Punkt ist in Zeiten, in denen es drei für einen Sieg gibt, nicht sonderlich viel. Für den FCA ist die Zähler jedoch Gold Wert, weil die Mannschaft Moral bewies, an sich geglaubt hat und für ihr Engagement belohnt wurde. Arminia-Coach Hettrich war deshalb mit dem 2:2 nach 0:2-Rückstand zufrieden. „Allerdings haben wir die besseren Chancen gehabt“, sagte der Übungsleiter und dachte an die Möglichkeit für David Steckbauer. Der Flügelstürmer, der erstmals in der Startformation stand, haderte. „Den muss ich direkt nehmen, ich habe etwas zu lange gewartet“, erklärte Steckbauer, der sich diese Chance mit gutem Körpereinsatz selbst erarbeitete.

Die in diesem Moment fehlende Handlungsschnelligkeit hatten die Koblenzer beim Führungstor unter Beweis gestellt. „Das haben sie gut gemacht“, anerkannte Hettrich. Beim 0:2 brachte die Arminia den Ball nicht aus der Gefahrenzone. „Hier müssen wir den Körperkontakt suchen, dann können wir die Gefahr im Ansatz unterbinden“, analysierte der Trainer.

So wichtig der Punkt für die Rheingönheimer war, die Situation bleibt weiter angespannt. Am Samstag, 16 Uhr, geht es zu Rheinland-Aufsteiger BW Karbach, gegen den die Arminen in der Vorrunde 2:2 spielten. „Wir sind gegen Koblenz als Mannschaft aufgetreten. Wenn wir das in Karbach wiederholen, dann können wir auch dort etwas mitnehmen“, ist Hettrich überzeugt. Der Kader wird sich nicht wesentlich ändern. Neben Medizinstudent Jan Rillig, der sich auf Prüfungen vorbereitet, und Urlauber Marcel Bormeth fällt auch Tim Amberger aus, der ebenfalls in Urlaub geht. Der genesene Sebastian Luber könnte ein Startelfkandidat sein. (Thomas Leimert)

DIE RHEINPFALZ Ludwigshafener Rundschau 24. März 2016

 

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