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Das Trauma gegen die Kellerkinder

FC Arminia Ludwigshafen verspielt beim 3:3 gegen den Tabellenletzten FC Saarbrücken II eine 3:1-Führung

Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen scheint seine Aufstiegschance gegen die Kellerkinder zu verspielen. Das 3:3 (1:0) am Samstag gegen den Tabellenletzten 1. FC Saarbrücken II war das dritte Remis gegen einen Abstiegskandidaten in Folge. Es war eine gefühlte Niederlage. Als Schiedsrichter Christmann nach 93 Minuten die Partie abpfiff, schlug FCA-Trainer Thomas Fichtner die Hände vors Gesicht – das 3:3 war amtlich, die Enttäuschung perfekt. Der Schock über zwei verschenkte Punkte saß tief. Bei der Pressekonferenz war der Coach völlig geknickt. Nach der ersten Frage herrschte sekundenlang Stille, Fichtner musste sich erst sammeln, bevor er mit tonloser Stimme antwortete. Sein Urteil über die 90 Minuten fiel kurz und knapp wie nie aus. Fast schien es so, als würde es ihm körperliche Schmerzen bereiten, über das Spiel zu sprechen. „Mir fehlen die Worte. Das waren drei Ostergeschenke. Wer solche Fehler macht, braucht nicht auf Platz zwei zu schauen“, grantelte er.Dabei lief die Partie 70 Minuten nach den Vorstellungen des FCA. Der im Abwehrzentrum sicher agierende Steffen Litzel verwandelte einen am sichtlich verbesserten Tim Amberger verursachten Elfmeter zum 1:0. „Ich bin verletzungsfrei und werde von Woche zu Woche stärker“, erklärte Amberger seinen Formanstieg. Zwei weitere klare Möglichkeiten ließ Marc Thau aus, der einmal am Torwart und dann am Pfosten scheiterte. „Es läuft im Moment einfach nicht“, erklärte Thau seine Ladehemmung. Den Ausgleich steckte die Arminia weg. Amberger bereitete das 2:1 von Daniel Eppel vor und als der immer wichtiger werdende „Sechser“ Eppel mit seinem siebten Saisontor das 3:1 erzielte, schien das Spiel 20 Minuten vor dem Abpfiff gelaufen. „Ich glaube nicht, dass wir die Partie zu früh abgehakt haben. Wir wussten um die Stärke von Saarbrücken“, sagte Eppel. „Dieses Spiel dürfen wir nie aus der Hand geben“, ergänzte der defensive Mittelfeldspieler.

Schnörkellos wie auf dem Platz analysierte Steffen Burkhard hinterher das Geschehen. „Die waren doch tot. Und wir bauen sie wieder auf“, sagte Burkhard und schüttelte den Kopf. Die Versetzung auf die Außenposition in der Abwehr hatte der Innenverteidiger problemlos weggesteckt. „Bei allen drei Gegentoren haben wir schlecht verteidigt“, fuhr Burkhard fort. Eppel nannte individuelle Patzer oder Verkettungen von Fehlern als Gründe für die Gegentreffer. Erik Rehhäußers fataler Rückpass vor dem 3:2 erweckte den FCS zu neuem Leben, das 3:3 hatte Slapstick-Charakter. „Da hatten wir unsere Nerven nicht mehr im Griff und längst den Faden verloren“, konstatierte Fichtner. Linksaußen Manuel Maier brachte die Darbietung auf den Punkt: „So haben wir es nicht verdient, Zweiter zu werden.“ Eine treffende Beschreibung. (thl)

Quelle: Die Rheinpfalz, 22.04.2014

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